Bei der Axpo gibt es nicht nur die Risiken der Kernkraftwerke, sondern auch die Handelsrisiken und Risiken der Geschäftstätigkeiten im Ausland.

Vom Regierungsrat des Kantons Aargau wollten wir deshalb eine Einschätzung der Risiken. Wir wollten wissen, ob der Regierungsrat die Risiken kennt und im Griff hat. In seinem Bericht zu unserer Anfrage (19.62) schreibt der Regierungsrat, er verfolge die Marktentwicklung und die Risiken der Axpo. Wenn der Regierungsrat das wirklich kann, sind wir sehr beeindruckt. Denn es ist nur schon eine Herkulesaufgabe den Überblick über alle Firmen der Axpo zu haben, geschweige denn, noch den Überblick über die dazugehörigen Märkte.

  • Wie sieht zum Beispiel die Marktentwicklung im Bereich IT Lösungen für Versicherungen aus? Denn dort ist die 100% Tochter Avectris tätig.
  • Weiss, der Regierungsrat was die CKW Fiber Services macht?
  • Und wieso sind wir 100% Eigentümer des Elektroinstallationsgeschäftes Fürst in Hägglingen?
  • Ja und wenn der Regierungsrat den Markt schon genau verfolgt, wieso ist im Handel- und im Auslandgeschäft in den letzten Jahren gesamthaft ein Minus herausgekommen?

Der Regierungsrat sagt selber, dass die Risiken durch die Diversifikation grösser geworden sind. Das lässt uns aufhorchen. Aber wie gross das diese Risiken sind schreibt er leider nicht? Gerne hätten wir dazu Frankenbeträge. Leider liefert der Bericht nur allgemeine Aussagen. Keine Zahlen. Solange die Risiken nicht transparent sind, werden wir auch das Gefühl nicht los, das hier auf Kosten der Steuerzahler mit neuen Geschäftsfeldern experimentiert wird. Post, Swisscom und Swissair mit ihren Aquisitionseifer lassen grüssen.

Die Axpo ist heute in 30 Ländern auf drei Kontinenten tätig. In Europa inkl. der Türkei, in Amerika und in Afrika. Wir verstehen nicht genau, was dies noch mit der Stromversorgung im Kanton Aargau zu tun hat. Wir denken, es wäre auch im Hinblick auf die gewünschte Auflösung des NOK Vertrag wichtig, dass der Grossrat umfassend, mit Frankenbeträgen und Wahrscheinlichkeiten über die Risiken der einzelnen Geschäftsfelder informiert würde.